Die Kampagne für die Befreiung von Francisco Brotons Beneyto wird Fortgesetzt

Francisco Brotóns Beneyto ist in Petrel (Alicante, Spanien) am 2. Dezember 1944 geboren. Sohn eines Arbeiters, besucht er als 11 jähriger eine Berufsschule in Madrid, wo er den Mechanikerberuf erlernt.

Gleichzeitig besucht er in einer Abendschule das Gymnasium, und nach dem Abitur ist er zwei Jahre lang ein Unistudent, um Diplom Ingenieur zu werden. Zwecks sich zu den Studien beizubehalten übte er mehrere Jobs aus welche: Mechaniker, Angestellter, Lehrer, Privat Lehrer usw.. Ende der sechziger Jahre fängt er seine Militanz in verschiedenen Organisationen der extremen Linke an. 1973 wird er Mitglied von OMLE (Organizacion de Marxistas-Leninistas de España). Im Jahre 1975 nimmt er an der Vorbereitung der Konferenz für die Rekonstruktion der Partei teil. Im Januar 1977, wird er Verantwortlicher des GRAPO (Grupos de Resistencia Antifascista Primero de Octubre). Als Beauftragter nimmt er an die II Konferenz des PCE(r) teil und wird als Komponent der politischen Kommission gewählt. Am 9 Oktober 1977 wird er mit anderen Angehöringen des Zentralkomitees des PCE(r) verhaftet.

Am 17 Dezember 1979, nach über neun Monaten schwieriger Arbeit, trotz der heufigen und konstanten Durchsuchungen der Polizei, waren die Genossen in der Lage einen Tunnel graben zukoennen und damit konnten Brotòns, mit Enrique Calixto, Abelardo Collazo Arauxo, Fernando Hierro Chomòn und Mond Juan Martin, sich wieder in Freiheit stellen. Sobald er wieder frei war übernahm er die Kontakte mit seinen alten Genossen und wurde Leiter der GRAPO bis zum 20. September 1980 als er wieder gefangen wurde. Seit damals siedelt er von einem Gefängnis ins andere. Zur Zeit befindet er sich im Gefängnis von Sevilla II.

In diesen Jahren hat er jenseits zu mehr als 20 Hungerstreike, wegen sozial Gründen im Sinne der politischen Manöver der Regierung und vor allem um angemessene Lebensbedingungen in den Gefängnissen zu erreichen durchgeführt.

Zwischen den letzten melden wir den Hungerstreik des Jahres 1981 gegen die Regierung der Ausrottung, die im Gefängnis von De Herrera de la Mancha statt fand und das Lebens von Juan Jose' Crespo Galende kostete, und den Streik der ab Dezember 1989 bis Februar 1991 dauerte, und in Folge dessen Juan Manuel Sevillano starb.

Während diesen Hungerstreiks wird Beneyto in mehreren Gefangnisen und Krankenhäusern aufgenommen, und dort mit Handschellen ans Bett gebunden und von den Gefängnisspolizisten gequällt. So das er im Februar 1990 einen Herzanschlag überleben konnte nur weil er sich damals im Krankenhaus befand. Am Anfang des Hungerstreiks wog er 72 kg und am Ende erreichte er kaum 39 kg Körpergewicht. Dieser Dirigent des PCE(r) und der GRAPO ist einer der politischen Gefangenen die von der Amnistie (die von einer oeffentlichen Bewegung im Jahre 1977 erfordert worden ist) ausgeschlossen worden sind.

Seit damals ist Brotòns eines der Opfer dieser Unterdrückung, die die verschiedenen Regierungen, die sich in diesen Jahren in Spanien verfolgt haben (UCD, PSOE, pp.), gegen den revolutionären Gefangenen, um sie nochmals zu bestrafen und zu zwingen an die eigenen politischen antifaschistischen Ideen zu verzichten, geworden.

Die Frist für die Verurteilung Brotòns ist inzwischen abgelaufen: nach spanischem Gesetz kann kein Gefangener länger als 20 Jahre ununterbrochen in Haft sein. Trotzdem verlängert die PP-Regierung willkürlicherweise die Verurteilung dieses Revolutionärs, um ihn mit der Mittäterschaft der Gefängnisverwaltung und ihrer Knechte - die die Justiz anwenden sollten - weiterhin festzuhalten. Die Richter weigern sich nämlich bei Brotòns die Rechtsvergünstigungen anzuwenden, die ihm nach spanischem Gesetz zustehen würden. Um ihn in der Haft zu belassen argumentieren sie, er hätte nicht Recht auf Vergünstigungen, da er 1979 aus dem Gefängnis geflüchtet sei, auch wenn in ihren "Gesetzen" dieser Kodizill nicht aufscheint.

In Wirklichkeit wird ihm nicht verziehen, aus dem Gefängnis geflüchtet zu sein, noch weniger, dies getan zu haben um die GRAPO wiederaufzubauen, die zu diesem Zeitpunkt von der Polizeirepression dezimiert waren. Faktisch waren die fünf Flüchtigen dazu bestimmt zu sterben (es war ausgemacht sie bei ihrer Verhaftung zu erschiessen): Abelardo, Enrique und Juan sind effektiv von der Polizei hinterhältig ermordet worden, während Fernando und Brotòns deshalb überlebten, weil ihre Verhaftung in der Öffentlichkeit stattfand und eine Menge Leute anwesend waren. Was Brotòns ausserdem nicht verziehen wurde ist, dass er trotz der schwierigen Haftbedingungen, so wie alle seine Genossen, fortgefahren hat das faschistische und terroristische Wesen des spanischen Staates anzuzeigen, und so beispielhaft seine Opferbereitschaft und seine revolutionäre Standhaftigkeit bewiesen hat, immer in erster Linie im Kampf der politischen Häftlinge gegen die repressive Bestialität des Regimes.

Die Verlängerung der Haft Brotòns will eine exemplarische Verurteilung sein, ein Beispiel für alle, die gegen das System ankämpfen.

Es ist unsere Pflicht mit Francisco Brotòns Beneyto solidarisch zu sein und uns zu mobilisieren um diesen Missbrauch anzuzeigen.

Sofortige Freiheit für Francisco Brotons !!
Freiheit für alle politischen Gefangenen !!

Interview mit Francisco Brotons